Montag, 27. Mai 2013

Kennzahlen und Quoten


Zur Organisation der Jobcenter

Staat und Verwaltung sind an das Gesetz gebunden und dürfen nicht willkürlich handeln.
Wie sind die Jobcenter organisiert? Können sie den ihnen aufgetragenen gesetzlichen Auftrag überhaupt erfüllen?
Sind sie entsprechend ausgestattet und organisiert?

Frage hier ist:

Wie sind Kennzahlen, Sanktions- und Einsparungsquoten, interne Vorgaben die zu erfüllen sind?
Und wie werden sie erfüllt?
Gesucht sind Fakten und Konsequenzen  

Weitere Fragen gibt es hier >>
 
 

Kommentare:

  1. Kennzahlen willst Du wissen?
    Fakten willst Du wissen?

    Da braucht man ja noch nicht einmal schätzen. Man nehme einfach die offiziellen Zahlen der BA und wende die Mathematik an.

    Also im Bundesdurchschnitt :

    Arbeitslose je BA-Mitarbeiter : 27,7
    Sanktionen je BA-Mitarbeiter und Jahr : 8,8
    Sanktionsquote : 31,78 Prozent

    Offiziell wurde aber eine Sanktionsquote von 3,2 Prozent gemacht, und nicht 31,78 Prozent.

    Bedeutet : Entweder stimmt die Sanktionsquote nicht, oder die Bemessungsgrundlage.

    Wenn die offizielle Sanktionsquote von 3,2 Prozent stimmen sollte, dann hätten wir rund 32 Millionen Arbeitslose.

    Stimmt jedoch die offizielle Zahl der Arbeitslosen von 3,2 Millionen, dann haben wir eine Sanktionsquote von knapp 32 Prozent.

    Ja was denn jetzt?

    Hier die offiziellen Zahlen.

    Arbeitslose : 3,2 Millionen (Dez 2012)
    Sanktionen : 1,017 Millionen (2011-2012)
    Anzahl der BA-Mitarbeiter : 115.563 - 1*
    * Inge Hannemann ist ja nicht mehr im Dienst

    siehe auch dazu

    BRD 21,2 Millionen Menschen ohne Arbeit ? Sanktionsquote 3,2% mit über 1,017 Million Sanktionen pro Jahr
    http://aufgewachter.wordpress.com/2012/12/09/brd-21-millionen-menschen-ohne-arbeit-sanktionsquote-3-mit-uber-1-million-sanktionen-pro-jahr/

    -Aufgewachter-

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  2. Ich möchte mal was los werden, weiß nicht, wo es hingehört, darum an dieser Stelle:
    Zu den Vorgaben bzw. der Willkür der einzelnen Jobcenter-Mitarbeiter sprich PAPs:

    Ein Nachbar (48 Jahre) sollte 18 Bewerbungen pro Monat schreiben, er konnte es auf 10 pro Monat herunterhandeln.
    Ich (56 Jahre) soll 1 Bewerbung pro Monat schreiben.
    Eine Bekannte (60 Jahre) braucht schon seit fünf Jahren überhaupt keine Bewerbung mehr schreiben.
    Wir kommen alle aus dem kaufmännischen Bereich.
    Wie kann das sein? Es liegt definitiv nicht am Altersunterschied, denn der Nachbar ist ebenfalls langzeitarbeitslos.
    Man ist total der Willkür des jeweiligen SB ausgesetzt. Es müsste doch für alle gleiche Vorgaben geben.
    Mein Nachbar braucht nur die Absagen vorlegen.
    Bei mir will die SB jede Bewerbung lesen, sowie die Absagen dazu.
    (Es geht mir total auf den Wecker, wenn eine über 20 Jahre jüngere Person, meine Bewerbungen beurteilt. Ich habe eine höhere Schulbildung und hier wird meine Menschenwürde auf das Äußerste verletzt. Natürlich wehre ich mich und sage einfach, was ich von H4 halte mit allem drum und dran. Der SB flattern die Nerven, die Tränen in den Augen fühlt sie sich persönlich angegriffen und droht die Teamleiterin zu rufen oder den Wachdienst. Ich fühle den Stress der SB und ihre Hilflosigkeit zwischen ihrer Persönlichkeit und ihrer Obrigkeitshörigkeit, die Angst um ihren Job.)

    Rosi

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  3. BITTE vielmals um Entschuldigung, aber diese Jobcenter erinnern an die " Vorzimmer zum Straflager !"...Für ältere Menschen,oft Fachkräfte gibt es kaum noch Arbeitsplätze. Fackt ist doch, man ist nicht mehr jung, belastbar, höchstmotiviert, flexibel und tolerant. Alter ist keine Krankheit ! Aber es kann nicht sein, das 50 jährige Fachkräfte ebenso in Arbeit " genötigt " werden, wie etwa 20 jährige ohne Ausbildung. Dieses Obrigkeits-Denken erinnert an eine sehr, sehr schlimme Zeit vor etwa 65 Jahren !

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    1. NIEMAND sollte so genötigt werden - egal, ob jung oder alt!!!

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  4. Hartz IV: Werden Argen Sanktionsquoten vorgegeben? (aus: www.gegen-hartz.de)

    In der Gewerkschaftzeitung "VER.DI PUBLIK" hat ein im Fallmanagement tätiger ARGE-Mitarbeiter diese Sanktionsquote bestätigt. So sagte dieser in einem Leserbrief: "Hinterfragen muss man die Intention des Gesetzgebers, der für die Argen Soll-Quoten vorschreibt, d.h. wie viele Sanktionen durchzuführen sind. An diesem Punkt wird nicht nach Qualität und Sinnhaftigkeit gefragt, sondern ausschließlich nach Quantität und Einsparpotentialen." (VER.DI PUBLIK, Nr. 04 / S. 14).

    Auch in der Radio Sendung „Politikum“ von WDR 5, die im März 2009 ausgestrahlt wurde, bestätigte ein Arge-Mitarbeiter diese Sanktionsquoten-Vorgabe. So sagte dieser: "Nach internen Vorgaben werden Chefs von Jobcentern dazu vergattert, 30 bis 40 Prozent der Hartz IV-Empfänger mit Sanktionen zu belegen." Anhand von Beispielen wurde erläutert, wie ALG II-Bezieher schon bei Lapalien sanktioniert werden können. Die Sendung ist allerdings online nicht mehr verfügbar.

    Auf einem Bundeskongress "SGB II" der Bundesagentur für Arbeit wurde eine Sanktionsquote als Ziel definiert. So hieß es: "Das Jobcenter Friesland erhöht die Sanktionsquote spätestens ab Juni 2007 bis Oktober 2007 auf die Quote von 2,2% für alle erwerbslosen erwerbsfähigen Hilfebedürftige (eHb) und 3,1% für arbeitslose eHb". Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Wilhelmshaven, Lokale Zielvereinbarung, Pdf
    (siehe: www.gegen-hartz.de ,den Link dazu zur Pdf)


    Auch uns gegenüber hat ein leitender Arge-Mitarbeiter, der in der Arbeitsagentur Hannover arbeitet, eine Sanktionquoten-Vorgabe für Arbeitslosengeld II Bezieher bestätigt. Dabei nannte dieser eine Quotenvorgabe von satten 10 Prozent. Allerdings werde nach Aussagen des Arge-Mitarbeiters diese Quote zumindestens in Hannover nicht eingehalten, da diese kaum anwendbar ist, wenn der "Kunde" seinen Pflichten stets nachkommen würde. Auch hänge es vom jeweiligen Fallmanger ab, ob dieser sich an die interne Vorgabe hält. Denn auch innerhalb der Arbeitsagentur wird diese Sanktionsquote von einigen, zumeist neu eingestellten Arge-Mitarbeitern, kritisch beäugt. Andere Arge-Fallmanager sind jedoch auch eifig dabei, die Quote einhalten zu wollen. So jedenfalls die Aussagen des uns namentlich bekannten Arge-Mitarbeiters. Der Arge-Mitarbeiter möchte nicht genannt werden, da er sich vor eventuellen Repressialien am Arbeitsplatz fürchtet.

    Solange uns keine weiteren schriftlichen Unterlagen für diese rechtswidrige Quotenvorgabe zur Sanktionierung von Arbeitslosengeld II Bezieher vorliegen, solange können wir diese auch nicht stichhaltig beweisen. Es ist jedoch anzunehmen, dass peinlichst darauf geachtet wird, dass, falls es schriftliche Anweisungen dazu gibt, diese nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Falls Sie schriftliche Unterlagen haben, bitten wir, diese uns zu zuschicken. Natürlich auch anonym. (sb)

    ...und hier....

    HARTZ-IV BETRUG - SANKTIONSQUOTE Künstlich erhöhen
    www.youtube.com/watch?v=RdRYnFCR0NA

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  5. organisation
    http://www.arbeitsagentur.de/nn_27200/Navigation/zentral/Servicebereich/Ueber-Uns/Aufbau-und-Organisation/Aufbau-und-Organisation-Nav.html
    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist größter Dienstleister am Arbeitsmarkt. Als Körperschaft des Öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung führt sie ihre Aufgaben, im Rahmen des für sie geltenden Rechts, eigenverantwortlich durch.

    Die BA gliedert sich in

    die Zentrale in Nürnberg
    10 Regionaldirektionen
    156 Agenturen für Arbeit und ca. 600 Dependancen

    Hinzu kommen die besonderen Dienststellen:

    Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg
    Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Bonn
    Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit (FBA)
    Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (BA) - Fachhochschule für Arbeitsmarktmanagement
    IT-Systemhaus - Informationstechnik der BA
    BA-ServiceHaus - Servicedienstleister der BA
    Familienkasse

    An der Spitze der BA steht der Vorstand. Er besteht aus dem Vorstandsvorsitzenden Frank-J. Weise und den Mitgliedern des Vorstandes Heinrich Alt und Raimund Becker. Der Vorstand leitet die Bundesagentur und führt deren Geschäfte. Er vertritt die BA gerichtlich und außergerichtlich.

    Auf mittlerer Ebene sind die Regionaldirektionen der BA für den Erfolg der regionalen Arbeitsmarktpolitik verantwortlich. Zur Abstimmung ihrer Aufgaben mit der Arbeitsmarkt-, Struktur- und Wirtschaftspolitik der Länder arbeiten sie eng mit den Landesregierungen zusammen. An oberster Stelle steht die Geschäftsführung. Sie besteht aus der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden und zwei Mitgliedern für die Bereiche operativer und interner Service. Die Regionaldirektionen steuern die Arbeitsagenturen.

    Auf örtlicher Ebene sind die Agenturen für Arbeit für die Umsetzung der Aufgaben der BA zuständig. Sie werden wie die Regionaldirektionen von einer Geschäftsführung geleitet, die aus der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden und zwei Mitgliedern besteht.

    Selbstverwaltungsorgane der BA sind der Verwaltungsrat und die Verwaltungsausschüsse bei den Agenturen für Arbeit. Sie überwachen die Arbeit des Vorstandes beziehungsweise der Geschäftsführung und beraten diese in allen Fragen des Arbeitsmarktes.

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  6. Zum Thema: Sanktionsquoten, hier ein sehr interessanter ausführlicher Link, der einiges Licht ins Dunkel bringt!:
    http://qpress.de/2013/06/15/hartz-iv-sanktionen-folgen-harten-und-geplanten-vorgaben/

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    1. Nachtrag dazu, hier ein winziger Ausschnitt, anklicken kann man dann auch diverse PDF-ZIELVORGABEN (Derzeit NOCH, also biite ansehen und speichern!):

      "Und wie planvoll die Vorgaben sind, das zeigt eine Präsentation die sogar noch öffentlich zugänglich ist. Entweder wird das Internet unterschätzt oder aber es ist dem Jobcenter inzwischen völlig wurscht, dass derlei Petitessen nun doch öffentlich einsehbar sind. Rechts die Seite 12 aus einer Präsentation, die womöglich für eine Schulung oder Arbeitsanweisung angefertigt wurde und ganz eindeutig belegt, dass es diese Kürzungsvorgaben sehr wohl gibt. So eine Art Leistungsdruck für Jobcenter Mitarbeiter die hier gehalten sind die Quote zu holen.

      Das ganze lässt sich (derzeit noch) auf dieser Seite einsehen: Präsentation zum Thema, die ganze PDF..."

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  7. Eine weitere PDF gerade gefunden beim Aufgewachten.blog, auch zum Thema Zielvorgaben/Sanktionen, Geschäftspolitische Zielsetzung Sanktionsquote:

    http://aufgewachter.wordpress.com/2013/06/15/hartz-iv-geschaeftspolitische-zielsetzung-sanktionsquote/

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    1. ...dort sind auch 2 weitere wichtige Links zu finden:

      Quelle : 86kb Salzgitter
      http://www.bundeskongress-sgb2.de/foren-doku-content/forum_d4/downloads/D4_3_Fricke%20%28Praesentation%29.pdf

      Quelle : 248kb Wilhemshaven
      http://www.bundeskongress-sgb2.de/foren-doku-content/forum_d4/downloads/D4_4_Hempfling%20%28Praesentation%29.pdf

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