Montag, 27. Mai 2013

Beförderung der Mitarbeiter


Zur Organisation der Jobcenter

Staat und Verwaltung sind an das Gesetz gebunden und dürfen nicht willkürlich handeln.
Wie sind die Jobcenter organisiert? Können sie den ihnen aufgetragenen gesetzlichen Auftrag überhaupt erfüllen?
Sind sie entsprechend ausgestattet und organisiert?
 
Frage hier ist:
 
Wie sind Anstellungsverhältnisse – Entlassungs-, Beförderungsmechanismen usf.?
Gesucht sind Fakten und Konsequenzen - Mach Mit!
 
Weitere Fragen gibt es hier >>
 
 

Kommentare:

  1. Da kennen sich andere wohl besser aus. Ich nehme an, das Anstellungsverhältnisse auf Arbeitslose in der vergangenheit beruhten, von Leuten die vorher bei der Post, oder beim Sozialamt tätig waren, oder Leute die in dieser Richtung tätig waren und/oder Arbeitslos wurden. Auch wird gemunkelt, das das die Leute waren, die man bei besagten Ämtern nicht mehr wollte, nicht mehr gebrauchen konnte, oder die man loswerden wollte. Ob das allerdings der Tatsache entspricht, weiß ich nicht. Zu beobachten ist jedoch, das die Frauenquote an Mitarbeiterinnen immer höher wird. Man sagt, das ist absicht, denn Frauen können wohl grantiger und beharrlicher als ein Mann im Amt sein (damit will ich aber Frauen nicht angreifen).
    Entlassungen dürften sein: die, die zu Freundlich, zu Mitfühlend sind, die die wissen, was tatsächlich passiert ("Sie kennen ja die Wirtschaftliche Lage, wir haben keine Arbeit für sie...")zu Ehrlich sind. Man sagt auch die, die die Sanktionsquote nicht erfüllen.
    Für Beförderungen dürfte das selbe zutreffen.

    AntwortenLöschen
  2. Mein ... vorletzter Arbeitsvermittler (übrigens ein Mann) beim Jobcenter ereilte mich völlig unerwartet und unangekündigt im Oktober 2012. Im ersten persönlichen Gespräch war er noch nett und freundlich, geradezu menschlich, und verriet mir, daß er mir nur bis April 2013 erhalten blieb, er habe nämlich einen befristeten Vertrag.

    Seine Entwicklung über drei Monate hinweg, die ich in drei persönlichen Gesprächen miterleben durfte, war schon beeindruckend. Vom freundlich-verständnisvollen Mitmenschen zur biestig-pissigen Bedrohung in nur einem Vierteljahr. Das dritte Gespräch - er drohte mir mit dem Amtsarzt, weil ich nicht in Call Centern arbeiten wollte - nahm ich denn auch zum Anlaß, ihm auf drei A4-Seiten ein Resümee dazu zu schreiben und ihm mitzuteilen, daß er mit seinem Auftreten und Gebaren das eigentlich vorhandene Vertrauensverhältnis nachhaltig zerstört hat, und daß es bemerkenswert sei, wie schnell er sich hat indoktrinieren lassen. Am nächsten Tag rief er mich an, um mir mitzuteilen, daß ab sofort jemand anderes für mich zuständig sei.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das kann ich bestätigen. Ich habe es auch zweimal erlebt.

      Neue Mitarbeiter sind beim ersten Gespräch ganz human, mit der Routine und den fortlaufenden Anweisungen/Vorgaben durch die Teamleitung sowie dem Austausch mit den eingesessenen Kollegen wird die Marschroute vorgegeben, Anpassung eingefordert.

      Und wer das nicht mitmacht, dem ergeht es wie Inge Hannemann.

      Löschen
  3. Wie Anonym 29. Mai 2013 12:25 bemerkt hat, die Fallmanager haben wohl teilweise ein befristetes Arbeitsverhältnis, allerdings nicht alle, einige sind festeingestellt, das sind dann zumeist die "biestig-pissigen" und rabiaten. Möglich, das die Leute die im Jobcenter arbeiten sich nach längerer Zeit oder nach Schulungen, dahingehend entwickeln.
    Wobei es da wiederum auch Ausnahmen gibt. Es könnte sein, das den Leuten im Jobcenter diese Arbeit und Arbeitsweise selber schadet, es schadet ihrer Persönlichkeit. Bei jungen Mitarbeitern dürfte die Arbeitsweise die gesamte Persönliche Entwicklung schaden.
    Zu beobachten wäre auch noch, das zumeist die Fallmanager aus einem anderen Ort kommen. Ob da zusammenhänge bestehen, das der Fallmanager nicht den "Kunden" in der eigenen Stadt über den Weg läuft, wird auch gemunkelt. Dann wäre allerdings anzunehmen, das ja mit absicht strafbare Handlungen seitens der Jobcenter Mitarbeiter
    gefördert wenn nicht sogar geplant sind (Sanktionen nach Quote, und totale Existenzvernichtung). Der "Folterer" läuft somit nicht dem Opfer über den Weg, das sich ja rächen könnte.

    AntwortenLöschen
  4. Das es auch andere Fallmanager-Typen gibt, als den von mir am 29.05.2013 geschilderten, habe ich eine Woche später erlebt: Fallmanagerin Nr. 5 (in 1,5 Jahren, wohlgemerkt) war eine robuste Frau mittleren Alters mit rauchiger Stimme, ein "Berliner Unikat" vom Charakter und - wie sie mir auf Nachfrage sagte - seit vielen Jahren im Jobcenter-Dienst, seit 3 Jahren als Fallmanagerin. Sie war sehr umgänglich und auf eine humorige Art sympathisch, fragte tatsächlich nach meinen Bedürfnissen und Vorstellung, bearbeitete meinen im System eingetragenen Lebenslauf nach und hieß mich schließlich zum Schluß eine Eingliederungsvereinbarung für ein ganzes Jahr unterschreiben, deren Inhalt lautet, dass ich mich lediglich darum zu bemühen habe, dass mein neuer Arbeitsplatz mir erhalten bleibt. Tatsächlich war das der mir angenehmste Besuch in der Abteilung "Arbeitsvermittlung" in all den Jahren und das erste Mal, das ich den Eindruck hatte, eine kompetente Person vor mir sitzen zu haben.

    Da ich nun einen Teilzeit-Job habe, ist diese Dame leider schon wieder nicht mehr für mich zuständig. Fallmanager Nr. 6 steht schon in den Startlöchern, kommt dann aber wohl erst in einem Jahr zum Zuge.

    AntwortenLöschen