Mittwoch, 8. Mai 2013

Druck, Angst, Drohung - Angst als Arbeitsmotivation

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"Wenn kein Druck dahinter steht, macht ja jeder nur, was er will"
"Ohne Sanktionen würde sich niemand mehr an die Gesetze halten."
"Nur wer Angst hat, bewegt sich - nur wer Angst hat, gehorcht."
Welche Gegenargumente gibt es?

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          Inhaltsverzeichnis
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Kommentare:

  1. Moderne Gehirnforschung widerspricht Druck, Angst und Zwang:

    https://www.youtube.com/watch?v=Lr184Ms5hlE
    http://www.weripower.at/pdfs/huether_bedienungsanleitung_gehirn.pdf
    http://www.sinn-stiftung.eu/wissen/audios--videos/prof-dr-gerald-huether/

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  2. "Wenn kein Druck dahinter steht, macht ja jeder nur, was er will"
    - hierzu die folgenden 2 Punkte lesen, da sie ähnlich gestaltet sind:

    "Ohne Sanktionen würde sich niemand mehr an die Gesetze halten."
    - Wir werden alle geboren und von unseren Eltern erzogen, dazu mussten wir NIE Gesetzesbücher lesen, wie sich ein Mensch überhaupt verhält. Der Mensch ansich, ist ein soziales Wesen (setze ihn auf einer einsamen Insel aus, bring ihn immer Wasser und Nahrung, er wird trotzdem kaputt gehen, ein Mensch allein kann in Isolation nicht leben)er hält sich vom innersten her an gewisse Regeln, eigentlich bedarf es daher keine Gesetze (diese dürften nur eine regelung für Straftaten sein, hab ich recht?). Wer hat denn überhaupt Gesetzestexte gelesen und weis von daher erst, wie er sich den Mitmenschen, dem Leben gegenüber verhält? Gebt mir dazu nur ein Beispiel.... bitte...schaut in euch und sagt ob ihr zu eurem Leben jemals Gesetze lesen musstet.
    Genauso würden sich ohne Sanktionsregelungen, die Leute -in der Mehrzahl- an gewisse Normen und Regeln halten, die SIE, durch ihre Erziehung gegeben, vom innersten her einfach machen. Unser Soziales Wesen sorgt dafür von Natur aus, wir sind SOZIALE Wesen.

    "Nur wer Angst hat, bewegt sich - nur wer Angst hat, gehorcht."
    - Diese Angst schlägt um in verschiedene Handlungsweisen: Gewalt an sich selber, Gewalt gegenüber denen die Druck ausüben.Dadurch kamen schon Menschen in Jobcentern zu Tote, auch Arbeitslose erkrankten, gingen in den Freitod oder wurden psychisch krank (leider hab ich gerade dazu keine Links da, es existieren aber im Net, Arbeitslosen TODESLISTEN, von durch Hartz IV in den Tod getribene Menschen). Die Menschen werden krank, weil dauernder psychischer Druck da ist, zb. findet man im Net sehr oft Berichte, das man schon angst bekommt, wenn ein Brief vom Jobcenter im Briefkasten liegt. Ich kenne das auch von mir, ich bin dann sofort "sauer": "Was wollen die denn schon wieder, diese Idioten!"

    Wenn Angst erzeugt werden soll...(um welchen preis auch immer)....entspricht das mit sicherheit NICHT dem Grundgesetz und schon gar NICHT (!!!) der Menschenwürde!!!, sondern wiederspricht dem zutiefst!!!!
    Beweist mir jemand das Gegenteil:
    Wenn also jemand behauptet, ein Klima der Angst zu schaffen um eine bestimmte Handlung zu provizieren, soll dieser bitte ERKLÄREN, wie das mit der MENSCHENWÜRDE zusammen passt!!!
    Wie bewahrt man die MENSCHENWÜRDE, wenn man einen Menschen ängstigt oder sogar zu Tode ängstigt???? WO ist dabei die Menschenwürde...(hier gehörte jetzt eigentlich die HARTZ IV TODESLISTE hin)...WO ist da die MENSCHENWÜRDE gewahrt?????????

    Gehorchen? Wem? Wer bestimmt was? Wer bestimmt, was für jeden EINZELNEN GUT ist??? Wenn man etwas als völlig falsch betrachtet, was einem schadet, so wird man auch nicht "gehorchen", sondern das gegenteil ist der fall, Druck erzeugt gegendruck.

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  3. Ich muss meinem Zorn mal Luft machen, weil ich sonst noch implodiere!
    Was sind "Sanktionen" anderes als Schläge? Klingt nur gelehrter und autoritärer, weil lateinische Begriffe so nach Kultur, Humanismus und Autorität "riechen". Mir kommt das Kotzen!!!

    Wo ist der Unterschied wenn ich einem Mitmenschen das Lebensnotwendige kürze oder ihn gleich auf der Stelle tot schlage? Geht es etwa nicht darum diejenigen, die auch noch die Frechheit haben auf ihren Rechten als Mensch in unserer gewalt- und machtgeilen = autoritären Gesellschaft zu beharren, tot zu schlagen, kalt zu stellen, zum Schweigen zu bringen?

    Wenn Eltern nicht mehr weiter wissen... . Wenn Politiker die solche Eltern hatten sich um in ihren und den Augen der Mehrheit "hilfsbedürftige", "erziehungspflichtige" Hartz IVler = nicht auf eigenen Beinen stehen könnende, unterlegene, auf Zuwendung angewiesene "Blagen" kümmern sollen (Oh mein Gott, welches Kreuz!!!) ,dann kommen auch wieder nur Schläge = Sanktionen heraus, weil sie selbst es ja als Kinder am eigenen Leib haben spüren müssen: Wenn du nicht bist wie ich dich will, wenn du nicht machst was ich verlange, solange du deine Beine unter meinen Tisch stellst... .

    In meinen Augen hilft da nur sich zu wehren, indem man zurück schlägt mit Empörung, Zorn, Wut und wenns gar nicht mehr anders geht eben mit "Sanktionen"(á la Hochhuth vielleicht ;-). Oder sind wir dazu nicht in der Lage, weil wir selber als Kinder zu viel "sanktioniert" wurden und jetzt ein Leben lang Angst vor Bestrafung haben?

    Bin ich etwa infam und gotteslästerlich (an einem Feiertag auch noch!), weil ja Jesus auch die andere Wange hingehalten hat und wir ja hier in einer "christlich" verstrahlten Mehrheitsgesellschaft leben, die uns auf ewig gebietet:

    1.Du sollst deine Eltern (den Staat) ehren, auch wenn sie dich geschlagen, unterdrückt, missachtet, ausgebeutet und entrechtet haben!
    2.Du sollst niemanden schlagen, aber du musst anderen erlauben dich zu schlagen! (oder missachten, entrechten, beleidigen, töten etc.) ???

    Ein Zorniger

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    1. So ist es : Körperliche Folter ist gängig in Deutschland .
      Dafür wird psychisch gefoltert in den Jobcenter.
      Und sie machen das oft ganz fein und in der ersten Ansicht nett.
      Aber später wird dir klar was sie mit dir treiben.

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    2. ich meinte nicht gängig ist körperliche Folter !

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  4. Druck erzeugt immer Gegendruck. Tatsächlich erhöht Druck die Arbeitsmotivation. Aber welche???
    1.) Wenn ich was nicht will, was der Arbeitsvemittler will, so werde ich womöglich kreativ, um mich zu verweigern, das ist Arbeit, aber keine sinnvolle!

    2.) Leider funktioniert Hartz 4 so gut, dass Menschen auch aRBEIT annehmen, die ihnen nicht entspricht. Der Druck treibt Menschen in Arbeit, das funktioniert hervorragend. Nur was sind die Folgen:
    a.) DIE Qualität der Arbeit sinkt, denn Menschen machen gezwungene Arbeit nur ungern. Ich habe das letztens noch bei einem Einkauf bemerkt, die Verkäuferin war mir behilflich, ja (Warum? wg dem Essen; wenn sie nicht arbeitet, gibts kein essen.)
    Eine Motivation mir was zu verkaufen oder besser mich zu beraten, um was zu verkaufen, war nicht zu erkennen. Ich bin der Meinung, dass genau das dazu führt, das unsere Wirtschaft kaputt geht. Denn Qualität und Innovation kann nicht aus Druck, sondern nur aus Eigenmotivation entstehen.

    b.) DIE Gezwungenen werden möglicherweise krank, psychisch und physisch, das ist heute schon zu erkennen. Die volkswirtschaftlichen Folgen werden kaum absehbar hoch sein. Auch da bin ich sicher!!!

    c.) Druck spaltet die Gesellschaft, in die die Arbeit haben und freiwillig arbeiten und die die gedrückt werden. Diese werden krank oder frustriert, haben keine Lust an Demokratie mitzuwirken, sie glauben nicht an die Demokratie. kann man heute schon beobachten. Dies führt zu Destabilisierung unserer Gesellschaft.

    Außerdem was für ein Menschenbild steckt dahinter: Ich zwinge dich, was zu machen, was ich nicht will. Mit welchem Recht eigentlich? Im Sinne der Maxime der franz.Revolution Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit; wie kann das gehen, dass ich meiner Schwester und meinem Bruder sowas zumute? In dem Zusammenhang verweise ich gerne auch auf Vorträge von Götz Werner und Johannes Stüttgen oder Arfst Wagner (you tube) Alles engagierte Anthroposophen (in Ergänzung zum wunderbaren Ralph Boes, versteht sich natürlich).

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  5. Ein Denkanstoß für die Pädagogen, evtl. etwas weiter zu recherchieren: Sanktionen als Erziehungsmittel sind wie Schläge, bzw. schlimmer (weil es ja um die nackte Existenz geht). Warum wurde denn die Prügelstrafe abgeschafft? Was waren damals die pädagogischen Argumente? Welche Folgen haben Schläge auf die Psyche? Nannte man das nicht "schwarze Pädagogik"? Hartz-Sanktionen sind nichts anderes als schwarze Pädagogik, bei Erwachsnen angewendet.

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  6. Es ist höchst unmoralisch von einer Regierung, durch Angsterzeugung und somit durch Bedrohung der Existenz, Menschen unter Druck zu setzen - besonders gilt das für Familien mit unschuldigen kleinen Kindern! Und an wie viele Jugendliche wird dieser Druck durch die Eltern weitergegeben, weil sie doch eigentlich nur das Beste für sie wollen. Wie viele Familien werden dadurch zerrissen, wie viele Jugendliche und Kinder werden durch das Jugendamt ihren Familien entrissen, um sie "richtig zu erziehen"?! Es findet gerade ein Krieg gegen das eigene Volk statt, ein so genannter "Putsch".

    LG Marita

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  7. Sanktionen erzeugen Existenzangst. Dies kann zu Schlaflosigkeit, Angststörungen, Panikattacken und Depressionen führen. Ein kranker Mensch ist nicht leistungsfähig. Somit wird das Gegenteil erzielt. Es ist Unterstützung notwendig, statt Angst zu schüren, um in Arbeit zu kommen.

    Wurde schon hart sanktioniert, muss sich der Betroffene um die Aufrechterhaltung seiner Existenz kümmern (essen, trinken, Obdach, Wohnungssuche, Wärme, Strom). Er kämpft ums nackte Überleben. In dieser Situation wird erwartet, dass er Bewerbungen schreibt? Oder an einer "Maßnahme" teilnimmt, um nicht erneut sanktioniert zu werden?

    Ohne Unterstützung ist es unmöglich, gepflegt, ausgeruht, gestärkt und gesund zu funktionieren und aufzutreten.

    Zumal 60 % aller Sanktionen falsch ausgesprochen werden, denn 60 % der Klagen gegen Sanktionen sind erfolgreich.

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  8. Die Gesundheitskosten steigen extrem,
    da die notwendigen Behandlungen von Depressionen, psychischen und körperlichen Leiden zunehmen, welche ausschließlich durch die Diskriminierungen und Drohungen der Jobcenter und deren meist unqualifiziertem Personal (oft mit Zeitverträgen) verursacht werden.

    ARMUT MACHT KRANK!

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  9. DRUCK erzeugt GEGENDRUCK (Trotz),
    und/oder macht krank, lethargisch, depressiv.

    Existenzangst kann UNBERECHENBARKEIT und WUT produzieren.

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  10. ... gegenargumente gibt es dafür/dagegen nicht

    denn es ist wahr. genauso entwickelt sich jede gesellschaft in ihrer art und form und weise

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    1. Wie man aber hier sieht, gibt es massig gegenargumente, was Deinen Kommentar nun wieder wiederlegt.

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  11. Angst macht schwach und lähmt.
    Ich denke das es Kalkül ist von ganz oben die Menschen ( ALG 2 Bezieher)
    Klein und schwach zu halten: Den Schwache haben keine Kraft mehr zu kämpfen !

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  12. den oben dargestellten argumenten liegt ein menschenbild zugrunde, bei dem es mir gruselt. der mensch als ein wesen, das nur durch druck und angst zu gesetzeskonformem verhalten zu bringen ist? hier wird ein drittklassiger mensch kreiert als gegenpol zur selbsternannten elite...

    was aber sind das für gesetze? das gesetz, jeden noch so unsinnigen, schäbigen job an zu nehmen? sein eigenes leben behördlicher willkür zu opfern? nur bezahlte arbeit als arbeit zu betrachten? die eigene bestimmung und begabung gering zu schätzen? den eigenen wert in den augen eines unqualifizierten sachbearbeiters zu suchen?

    hier wird widerstand zur pflicht und dieser widerstand soll vereitelt werden...

    noch ist genug für alle da... wir haben in erster linie verteilungsprobleme!

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  13. Karsten Wägemann12. Mai 2013 um 01:39

    Karsten Wägemann 12.05.2013

    Angst bedeutet stillstand, Angst lähmt und lässt einen nicht klar Denken und Handeln und sie trifft immer die schwachen die sich durch die aufgezwungene Angst hervorragend lenken, bzw. manipulieren lassen.

    "Es ist kein Anzeichen von seelischer Gesundheit sich an eine zutiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können."

    Jiddu Krishnamurti

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  14. verständlicher weise bedarf es sanktionen in einer gesellschaft. wer in einer verkehrsberuhigten zone mit 100 durchfährt muss sanktioniert werden.

    aber wie sagt man so schön andere länder andere sitten, siehe islamischen sanktionen der scharia.

    menschen ihr existenzminimum zu sanktionieren halte ich für eine entartete gesetzlich unzulässige sanktion .

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  15. Der Druck durch die Sanktionsdrohung in den Jobcentern führt sicherlich in manchen Fällen zu einer hektischen Arbeitssuche, auch mit "Erfolg" im Sinne einer schnellen Annahme von Arbeit. Ob der Zweck aber alle Mittel heiligt, ist meiner Meinung nach fragwürdig. In vielen Fällen hat der Druck eine gegenteilige Wirkung: Nicht abgestimmte und erwünschte Arbeits"angebote", Maßnahmen und Ein-Eurojobs führen zu Konflikten und zur Verstrickung in zeitaufwendige Rechtsstreitigkeiten. Oftmals wird das SGB II und die Sanktionsparagraphen und die Ortsabwesenheitsregelung selbst durch Sachbearbeiter falsch angewendet, so dass die Fehler erst mithilfe von Anwälten und Sozialgerichten korrigiert werden müssen. Dies vergiftet die Athmosphäre, zerstört das Vertrauen von Bürgern in die Arbeitsverwaltung und macht die Arbeitssuche zu einer extremen Belastung. (Und dies auf beiden Seiten des Schreibtischs: Mit dem Arbeitssuchenden wird ein unwürdiges Katz-und Mausspiel betrieben, der Sachbearbeiter hat Angst, Fehler zu machen und interne Zahlen nicht zu erfüllen.)
    Mithilfe von Druck unter der Drohung, das Existenzminimum zu verlieren, Arbeit zu suchen, ist meiner Meinung nach nicht passend in einer reichen, zivilisierten und demokratischen Gesellschaft. Demokratie und Freiheit muß in jeder Lebenssituation, auch im Jobcenter, auch bei der Arbeitssuche und erst recht in einem Arbeitsverhältnis gewährleistet sein.

    Mich wundert es, wenn Anhänger eines freien Marktes nicht aufschreien, wenn sich eine staatliche Behörde bevormundend in den Prozess der Arbeitssuche einmischt. Ein Arbeitsvertrag ist eine Sache, die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgeschlossen wird. Ein potentieller Arbeitnehmer wird per Behördenschreiben unter Androhung von Sanktionen ( z.B.bei offen geäußerter fehlender Begeisterung für die "angebotene" Arbeit oder bei kritischen Fragen zum Arbeitsverhältnis) einem Arbeitgeber "zugewiesen" ??? Hallo! Wo leben wir eigentlich, ist das noch die Bundesrepublik Deutschland ? Das erinnert stark an die DDR, wo auch jeder erwerbstätig zu sein hatte und "zu Hause bleiben" , z.B. wegen Kindern schräg angesehen wurde.

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  16. "Ohne Sanktionen würde sich niemand mehr an die Gesetze halten."

    Fehler in dieser Aussage.
    1. Die Pflichten (deren Rechtmäßigkeit an anderer Stelle zu prüfen ist) sind keine Gesetze!
    2. Sanktionen dienen dazu "Verstösse" zu ahnden, disqualifizieren sich also für o.g. Aussage von selbst.
    Die Aussage ist viel zu verallgemeinernd um ein ernstzunehmendes Argument in einer sachlich geführten Diskussion zu sein. Darüber hinaus ist sie in ebensolcher Allgemeinheit mit Leichtigkeit zu widerlegen. Strafen verhindern keine Vergehen.
    Was die Aussage eigentlich meint ist soetwas wie: Sach und Systemzwänge sind unveränderbar! Freie Menschen, im Sinne von Menschen die sich (in Abwesenheit von Zwängen) frei entfalten, erachten wir als bedrohlich.

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  17. Wissenschaftler der Universität Kassel haben eine repräsentative Umfrage gemacht und in der Untersuchung herausgefunden, dass sich immer mehr Menschen aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen - und welche verheerenden Folgen dies für die Betroffenen hat.

    http://www.heise.de/tp/artikel/36/36808/1.html

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  18. Auch wenn es eigentlich zu allen Punkten gehört, trage ich es einfach mal hier ein,
    um Doppelpostings zu vermeiden.

    Ich habe eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen Nichtbeachtung des Gemeinschaftsrechts (hier: europäische Menschenrechtskonventionen) bei der
    Europäischen Kommission gestellt, deren Eingang heute bestätigt wurde.

    Die Begründung dieser Beschwerde seht Ihr nachfolgend:

    Gruß
    Heinz

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    1. Die Menschenwürde wird missachtet, denn durch Sanktionen wird das Existenzminimum bis hin zum völligen Wegfall unterschritten. Auch der Zwang zur Teilnahme an oft sinnfreien „Eingliederungsmaßnahmen“ und sonstige Forderungen schränken die Menschenwürde ein.
      Ebenso gilt die derzeitige Höhe des Existenzminimums (Regelsatz) als verfassungswidrig (Klage vor dem Bundesverfassungsgericht liegt vor).

      Ein Verstoß gegen Artikel 1 und 2 der EMRK liegt somit vor.

      Durch die Sanktionspraxis im Rechtskreis des SGB II, können Menschen in den Hunger, in die Obdachlosigkeit, in lebensbedrohliche Krankheitsverläufe bis hin in den Tod getrieben werden.
      Auch die Behandlung der Leistungsberechtigten in Form der erzwungenen Offenlegung sämtlicher persönlicher Verhältnisse und Aufhebung des Bankgeheimnisses bis hin zu den sogenannten « Pflichten », sowie zum Arbeitszwang, bestätigen den Vorwurf unmenschlicher und erniedrigender Behandlung.

      Ein Verstoß gegen Artikel 3 (Verbot der Folter) liegt somit vor.

      Das Recht auf freie Berufswahl wird missachtet, denn es besteht ein Zwang zur Aufnahme jedweder Tätigkeit (auch zeitlich befristete) um den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und eigener Kraft zu bestreiten.
      Hierzu verweise ich auch auf die vom „Ausschuss für soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte bei den Vereinten Nationen (UN)“ bereits im Mai 2011 ausgesprochene Rüge, in der es heißt : „Der Ausschuss stellt mit Besorgnis fest, dass Regelungen im Rahmen der Arbeitslosen- und Sozialhilfe des Vertragsstaates (der BRD, n.w.) – einschließlich der Verpflichtung für Empfänger von Arbeitslosengeld, “jede zumutbare Arbeit” anzunehmen, was in der Praxis fast als jede Arbeit interpretiert werden kann – sowie der Einsatz von Langzeitarbeitslosen zu unbezahlter gemeinnütziger Arbeit, zu Vertragsverletzungen in Art. 6 und 7 führen könnten.
      Hier wurde keinerlei Abhilfe geschaffen !

      Ein Verstoß gegen Artikel 4 (Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit ) liegt somit vor.

      Die Sanktionen im SGB II sind juristisch als sog. Verwaltungsstrafe zu werten. Diese Strafen werden von Verwaltungsangestellten einer Behörde (hier Jobcenter) verhängt, auch mögliche Widersprüche dagegen werden von den gleichen Behörden beschieden. Diese Behörden erfüllen in keinster Weise die Voraussetzungen für das gebotene Recht auf ein faires Verfahren, sie können die Anfordernisse einer anerkannten Judikatur nicht erfüllen, ihnen fehlt jegliche Tribunalqualität. Dazu müssten die Jobcentermitarbeiter, die Strafen verhängen und das Rechtsmittel Widerspruch bearbeiten, die Befähigung zum Richteramt haben und unabhängig von jeder Weisung sein. Diese zwingenden Voraussetzungen werden aber im Rechtskreis des SGB II nicht einmal im Ansatz erfüllt, von einem fairen Verfahren kann also nicht die Rede sein.
      Zudem haben Widersprüche und Klagen in der Regel keine aufschiebende Wirkung.
      Ein Verstoß gegen Artikel 6 (Recht auf ein faires Verfahren) liegt somit vor.
      Mit der sog. Präsenzpflicht wird die Bewegungsfreiheit auf ein Minimum beschränkt.
      Zusammen mit den bereits oben genannten Punkten ergibt sich auch:

      Ein Verstoß gegen Artikel 14 (Diskriminierungsverbot) liegt somit vor.


      Gruß
      Heinz

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    2. Ein Gegenargument: Freiheit statt Angst bringt Mut und Kraft Ideen und Eigeninitiative. Ich kann nur Angstfrei meine Tätigkeiten richtig ausüben, egal was es auch am Tage ist. Wenn jeder seinen Fähigkeiten und Kenntnissen, wie Qualifikationen nach geht, bleibt er gesund und hat Spaß und Freude im Leben, das wirkt sich auch auf das Arbeitsklima in der Firma aus.

      Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung

      S.N.

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  19. Ich bin kein Jurist, also bitte ich um verständnis, dass ich jetzt kein juristisches Seminar abhalten kann. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, so bekommen Asylbewerber genau soviel, als Menschen in Deutschland, wie Hartzer. Das hat das BVG verfügt. Ich will vorweg schicken, dass ich das richtig finde. Aber jetzt entsteht eine perverse Situation. Aufgrund des Urteils des BVG ist das minimum vom asylbewerber unantastbar. Der asylbewerber darf nicht arbeiten. Der Hartzer muss, er wird nur versorgt, wenn er spurt. Wenn ich böse wäre, würde ich sagen. Ein Asylbewerber hat es besser, als ein deutscher Staatsbürger derzeit, wenn er eben Hartzer ist. Sein Minimum ist leider derzeit auf null und nix reduzierbar. Der Asylbewerber nun lebt im Schutz des BVG. Nochmal, ich finde das richtig so. Aber entsteht jetzt nicht eine mehr als perverse Situation, die Hass erzugen kann. Wo kommen Nazimitläufer her? Nicht selten aus sozial schwachen Hartz 4 Gegenden. Die sehen, der Asyler muss nicht arbeiten, kriegt Geld und kann machen Was er will. Der Deutsche, wenn er arbeitslos ist, ist absolut Freiwild, er muss! arbeiten, was ihm befohlen wird, wenn er Pech hat. Sicher mag meine Nicht juristische Darstellung, sehr einfach sein. Mag sein. Aber ist das momentan nicht wirklich eine unhaltbare und gefährliche Situation, die unbedingt verändert gehört? unD zwar so, dass nicht nur Asyler, sondern auch Hartzer unverfügbares Recht auf ein Minimum bekommen. Bitte nehmt das auch in Eure Argumentation auf, ich bin sicher ihr versteht was ich meine und könnt das juristisch besser formulieren, als ich. Aber nochmal, ich halte das ganze für eine hochgefährliche Situation, die skandalös und unhaltbar ist. Was mir auch nicht gefällt ist, dass die Grünen immer nur mit den Asylern heulen, aber nie mit den Hartzern. Aber Massenmördern und Asylern geht es verglichen mit sanktionierbaren Hartzern, wie die Königin von Frankreich. dER MASSENmörder wird niemals obdachlos und essen hat er immer. Der Asyler bekommt sein Existenzminimum unverfügbar. Der Hartzer bekommt nur sein Recht, wenn er sich total unterordnet. So kann das nicht bleiben.

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  20. Auf McGregors X-Theorie aufbauende und de-motivierende Zwangsstrategie; welche implizierend zu unterstellen versucht, die Anzahl Arbeitsloser läge bei 300 000; die offener Stellen bei 5 Millionen. Insofern nicht nur rein repressiv gegen die Bezieher von Grundsicherung, sondern auch gegen die gesamte Gesellschaft gerichtet. Mögliches Ziel: autokrater Staat bis legitimierte diktatorische Steuerung durch Intermediäre und Supranationale.

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  21. Zuckerbrot schlägt Peitsche - Wer bessere Leistungen möchte, muss positiv motivieren

    Die Aussicht auf Belohnung motiviert Mitarbeiter mehr als das Androhen von Strafen. Das konnte eine Studie an der Michigan State University (USA) nachweisen, in der eine Gruppe in einem Belohnungsprogramm arbeitete und eine zweite mit Bestrafungen rechnen musste. Teilnehmer der Belohnungsgruppe strengten sich mehr an und brachten ihren Vorgesetzten mehr Vertrauen entgegen als jene Beschäftigten, die unter anderem Gehaltseinbußen befürchten mussten.

    http://www.presseportal.de/pm/52678/2305066/zuckerbrot-schlaegt-peitsche-wer-bessere-leistungen-moechte-muss-positiv-motivieren

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  22. Ich möchte an dieser Stelle anregen, nicht nur Gegenargumente sondern auch mögliche Gegenmaßnahmen (oder wie man es nennen will) zu sammeln. Ich beschreibe neuerdings in meinen Antworten, was der/die SB da gerade mit mir macht. So wird ihr/ihm nochmal vor Augen geführt was er/sie eigentlich gerade tut (die automatischen Textbausteine dienen nämlich mehr als nur der Arbeitserleichterung!!). So könnte es in einer Antwort z.B. lauten "Unter Drohungen zwingen Sie mich Ihrer "Bitte" Ihnen Unterlage XY zu senden, folge zu leisten."

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  23. Diplom Pädagoge28. Mai 2013 um 16:11


    Es gibt zwei Arten, wie man von Menschen Tätigkeit erwirken kann:

    a.) Belohnung und Bestrafung, wie es tatsächlich in der Schule, in Bildungsträgern allgemein und Hartz 4 etc. angewandt wird und teilweise von meinen Pädagogikkollegen angewandt und vertreten wird. Das funktioniert hervorragend, je nachdem, was man will! Wenn Sie ein Kind durch Belohnung und Bestrafung beispielsweise zum Lernen animieren wollen, so funktioniert das, aber Sie erwirken ein bestimmtes Verhalten. Ein Kind lernt und tut das, was Sie wünschen, aber nicht bezogen auf einen Inhalt, sondern auf eine Form, ein Verhalten! Wollen Sie erreichen, das das Kind ein funktionierender Mitbürger wird, so ist Hartz 4 das allerbeste, was Sie machen können. Ich bin provokativ und sage: Schröder ist ein absoluter Revolutionär!!!
    Wenn Sie aber Gesellschaft weiter entwickeln wollen, wenn Sie selbstständig, verantwortungsbewusste und handelne Mensche wollen, die innovativ sind, damit sich unsere Wirtschaft und Gesellschaft weiter entwickelt, so reicht es nicht aus, die Form, also das bestimmte Verhalten von Menschen heranzuzüchten, da diese nie auf Inhalt "trainiert" sind.
    Wenn Sie Inhalt wollen, brauchen Sie Motivation. Motivation richtet sich nicht auf die Form sondern auf den Inhalt. Wenn Sie inhaltliche Auseinandersetzung anregen, wenn Sie motivieren, so stellt sich über den sinnbezug, automatisch der Wille ein. Der Wille etwas zu tun. Wenn ein Unternehmen so arbeitet, dass es über Inhalt geht, nicht über Belohnung und Bestrafung, sondern über Motivation zur kreativen, inhaltlich Mitarbeit, dann ist es innovativ. Wenn Sie aber ein Unternehmen haben, was das Ziel hat soviel Profit zu machen, wie möglich, egal wie, dann brauchen Sie Befehlserfüller und Dumpinglöhne. Eine qualitative Arbeit, die aus meiner Sicht zukunftfähig ist, errreichen Sie nur über Inhalt, nicht über Form.
    Wenn ich die Menschenrechte mal ganz ausser acht lasse, dann haben Sie immer mit der Frage zu tun: Wie sieht die Zukunft aus?
    Wollen wir Menschen haben, die Verwertbar auf dem Arbeitsmarkt sind und ein Verhalten an den Tag legen, so erhalten wir hohe quantitative Produktivität, aber auch Stagnation. Entwicklung setzt Auseinandersetzung mit Inhalt und selbstmotivierten Willen voraus, nur so erhalten Sie Qualität und Innovation!
    Der Spruch, nicht jeder kann machen was er will, stimmt zu hundert Prozent, wenn Sie das erste Modell bevorzugen. Wenn Sie das zweite Modell bervorzugen, dann ist es sogar notwendig, dass jeder macht was er will, da der Wille über Inhalt geht. Niemand will sich verhalten, sondern aueinandersetzen. Über Wille, kommt Auseinandersetzung und daraus resultiert Verhalten und Form, die aber jetzt qualitativ und dynamisch ist. Bsp: das Kind, was an Inhalt interessiert ist, Will. Wenn es will, dann lernt es auch, weil einen Sinn erkennt, womöglich auch ein Ziel hat. Mitarbeiter, die zielorientiert arbeiten und eigenmotiviert, weil sinn erkennen, arbeiten qualitativ und aber auch hart, da Sie wollen.
    Für mich ist diese Frage also nicht nur eine pädagogische Frage, sondern eine philosophisch-ökonomische: Was brauchen wir für die Zukunft? Pflicht- und Form oder motivierte ziel-und entwicklungsorientierte Arbeit?
    Diese Frage beantwortet unsere Gesellschaft zur Zeit mit der ersten Möglichkeit, der Belohnungs-Strafestatgie, Hartz ist also ein erfolgsmodell (sehr provokativ gemeint)
    Woher kommt diese Meinung? Aus meiner Sicht ist diese, auch unter Pädagogen weit verbreitete Meinung ein vererbte Auffassung aus der schwarzen Pädagogik, die nur andere subtile Formen angenommen hat.

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  24. ich habe in einer psychologie-vorlesung gelernt, es gibt für prüfungen zu wenig druck, optimalen druck, und zu viel druck. beim optimalen druck erreicht der prüfling sein bestes ergebnis, bei den anderen beiden varianten versagt er:
    "...Wir alle kennen sie, die Situationen, wenn es um alles geht oder zumindest sehr viel: bei Prüfungen in der Schule, der Universität oder der beruflichen Ausbildung. Im Sport. Bei einem Vorstellungsgespräch. Bei einer Präsentation vor Publikum. Beim entscheidenden Date. In derlei Drucksituationen kann das kommen, was man als Prüfungs- oder Versagensangst, bisweilen auch als Lampenfieber bezeichnet. Die Amerikaner nennen es schlicht «Choking» – das «Verkrampfen» und «Ersticken» des eigenen Könnens. Das Phänomen resultiert in einer Leistung, die nicht den eigentlichen Fähigkeiten entspricht..."
    http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Wie-man-Pruefungsversagen-in-den-Griff-bekommt/story/17244555

    ich denke, dasselbe gilt für ein soziales sicherungssystem wie hartziv und ich glaube 1. der druck wurde mit hartziv und agenda2010 unnötig erhöht, da die eigentlichen ursachen für unsere wirtschaftskrisen nicht die sozialschmarotzer sind, sondern die macht der konzerne und unser fiatgeld-system, 2. der druck mit agenda 2010 und hartziv ist viel zu hoch, das optimum ist überschritten. das zeigt sich beim einzelnen antragsteller, der immer häufiger unter diesem druck kollabiert oder nicht mehr die optimale leistung bringt, das zeigt sich aber auch bei den jobcenter mitarbeitern, die unter diesem druck ebenfalls leiden und ebenfalls nicht die optimale leistung bringen, das zeigt sich ebenfalls gesamtgesellschaftlich, denn volkswirtschaft und demokratie nehmen schaden. kurzum, der druck, der mit hartziv aufgebaut wurde, ist individual-psychologisch, sozial-psychologisch, volkswirtschaftlich und politisch gesehen viel zu hoch. das land kann auf diese weise nicht seine optimale leistung bringen!

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    1. Kleine Anmerkung am Rande! Druck bei geistigen Leistungen und Lampenfieber sollten nicht verwechselt werden. Ich bin zwar nur Schauspieler und Schauspielpädagoge und Kein Psychologe. Aber ich weiß, dass ich bei Lampenfieber, vor einer Aufführung nicht mehr rechnen könnte und dennoch läuft es auf der Bühne, nur mir dem Tunnelblick, fast kurz vor einer Psychose (?) könnte ich ganz sicher nicht rechnen. Schriftliche Prüfungen haben dazu geführt, dass ich als Student beim Psychodoc war. mündliche Prüfungen, Aufführungen und Referate waren niemals! ein Problem. Ich glaube man muss verstehen, dass es unterschiedliche Menschen gibt. Das unser Bildungssystem und Hartz 4 sowieso nicht verstanden. Wie will so ein alter Postbeamte, der es schon damals nicht gebracht hat, als Hartz 4 Beamter überhaupt mit Menschen arbeiten. In meiner Arbeit habe ich Schüler, die eher eine sensible Anleitung brauchen und welche die ich schleifen muss. Als Pädagoge muss! ich darauf eingehen, sonst bin ich falsch am Platz. Aber Menschen mit Existenzentzug zu drohen ist kein Druck, sondern eine Sauerei und kann nur elend erzeugen.

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  25. argument gegen sanktionen: die jobcenter-mitarbeiter sind aufgrund mangelnder ausbildung, hohem arbeitspensum, mangelnder motivation, mangelnder zeit kaum in der lage, zwischen wirklich bedürftigem und sozialschmarotzer zu unterscheiden. im zweifel wird deshalb immer gegen den antragsteller entschieden und nicht für den antragsteller. es gilt "in dubio contra reo" anstatt "in dubio pro reo"! je größer der druck ist, desto mehr schmarotzer filtere ich vielleicht heraus (was noch zu beweisen wäre im falle von hartziv), desto mehr unschuldige werden aber auch bestraft, das system kann nicht mehr ausreichend auf den individuellen fall eingehen, mehr menschen sterben! jüngstes trauriges beispiel aus der presse: ein mann hatte bereits 2 herzinfarkte, ein attest von seinem hausarzt über arbeitsunfähigkeit, trotzdem schickte ihn die jobcenter-mitarbeiterin zu einem job, wo er prompt den dritten herzinfarkt bekam. das ist wie bei einem wasserfilter: wenn der druck zu niedrig oder zu hoch ist, versagt der filter, in diesem fall die jobcenter-mitarbeiter.

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  26. http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/dritterherzinfarkt100.html

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-herzstillstand-nach-arbeitszwang-9001440.php

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  27. Sanktionen sind zu niemandens besten, hier: AUSWIRKUNG VON SANKTIONEN:

    Nicht nur dass Sanktionen verfassungswidrig sind, sondern sie missachten auch den Art. 2 des GG Abs. 2, in dem jeder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat.

    Die Auswirkungen von Sanktionen und Sanktionsandrohungen auf die psychische Lage der Betroffenen werden signifikant in zahllosen Fallbeispielen beschrieben (vgl. z.B. u.a. Ames 2009, S.43; S.1611; Berliner Kampagne 2008, S.47; S.57; S.63;2 Griesmeier 2009, S.19ff;3 Daseking 2009, S.57)4.

    Die Folgen reichen von Schlafstörungen, Depressionen bis hin zu massiven Schuldgefühlen, die bei vielen Betroffenen schlimmer empfunden werden als "Hunger" (Ames 2009, S.43 f.). Sanktionen im Zusammenwirken mit weiteren ungünstigen Situationskonstellationen führen meist zu schwerwiegenden psychosomatischen Erkrankungen.

    Die Berliner Kampagne stellt in ihrer Analyse fest: "Die Auswirkungen des Fehlens von gesellschaftlicher Erwerbsarbeit auf die Befindlichkeit des Einzelnen sind gravierend. Diese Belastungen werden noch verstärkt, wenn die Menschen ständiger Sanktionsgefahr ausgesetzt sind: Minderwertigkeitsgefühle, Depressionen, Zwänge, Suchtverhalten, soziale Ängste, psychosomatische Erkrankungen" (vgl. Daseking 2008, S. 57). Alle Studien, die sich mit Sanktionen auseinandersetzen, weisen zumeist auf die hohe psychische Belastung hin. Dies ist insofern nicht verwunderlich, da wie schon beschrieben, bereits die Möglichkeit dass Sanktionen ausgesprochen werden können eine disziplinierende Drohkulisse darstellt.

    Es sei an dieser Stelle auch auf die internationale Definition von Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (Word Healt Organisation, WHO5) hingewiesen. Gesundheit wird definiert als "ein Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens, der sich nicht lediglich durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung auszeichnet".

    Beim Vergleich der Studien über den Sanktionsmechanismus sind häufig die Begriffe wie "Angst" verwendet worden (Existenzangst, Angst vor Verlust der Wohnung, Angst nicht zu wissen, wie man an Nahrungsmittel kommt, Gefühl der Überforderung und Hilflosigkeit sowie Ohnmachtsgefühle).

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die negativen Auswirkungen von Sanktionen auf die psychische Gesundheit von Betroffenen in den unterschiedlichen Studien klar belegt sind. Im Extremfall führen sie zu Suizidversuchen.

    1.Ames, Anne: Ursachen und Auswirkungen von Sanktionen nach § 31 SGB II, Düsseldorf 2009.
    2.AG Sanktion der Berliner Kampagne gegen Hartz IV, Berlin, November 2008
    3.Griesmeier, Nicholas: Explorationsstudie zu Auswirkungen von Totalsanktionen bei Arbeitslosengeld II-Empfängern, Stand 28.2.2012
    4.Daseking, Claudia: Wer nicht spurt, kriegt kein Geld: Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende.
    5.http://www.who.int/publications/en/___##0##___

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  28. Dieser Spruch ist ein schönes Beispiel der Gleichmacherei:
    Alle *** sind ****!
    Sowas hatten wir schon mal, wo das geendet ist, wissen wir ja.
    Nur ein einuziges gegenargument:
    Jeder Mensch ist verschieden, während die einen viel Druck brauchen, um zu funktionieren, können andere beim geringsten Druck völlig versagen.
    Im Grunde genommen spricht JEDER Mensch auf gezielte Ansprache und Motivation sehr positiv an.
    Wenn nicht, dann muss man die Gründe herausfinden, diese sind aber nicht Teil des Hartz Programmes, sondern müssen an anderer Stelle geklärt werden.
    Beispielsweise nehme man Kinder in der Schule, auch diese müssen motiviert werden.
    Wenn dies nicht klappt, dann muss auch hier geprüft werden.

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